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Evoto.ai muss nicht übertreiben! KI Bearbeitung richtig einsetzen!

KI-Retusche mit Evoto.ai: Es muss nicht immer extrem sein

KI in der Bildbearbeitung polarisiert. Und das können wir durchaus nachvollziehen.

Bei unserer letzten Vorstellung von Evoto.ai gab es entsprechend viele kritische Kommentare. Ein Grund dafür war sicherlich auch die Art, wie wir die Software gezeigt haben: Wir sind bei vielen Funktionen ganz bewusst ins Extreme gegangen. Haut, Haare, Körper, Gesicht, Hintergrund – wenn eine Software so viele Möglichkeiten bietet, wollen wir schließlich auch zeigen, was tatsächlich machbar ist.

Das Problem dabei: Nur weil etwas möglich ist, muss man es noch lange nicht so einsetzen.

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KI-Retusche bedeutet nicht, einen Menschen zu verändern

KI-Retusche muss nicht das komplette Foto verändern. Sie muss die Person vor der Kamera nicht entfremden und sie soll für uns schon gar nicht die eigentliche Fotografie ersetzen.

Ganz im Gegenteil: Wir wollen weiterhin bereits beim Fotografieren das bestmögliche Bild erzeugen. Licht, Pose, Ausdruck, Location und Kameraeinstellungen bleiben die Grundlage. Eine KI sollte ein schlechtes Foto nicht plötzlich zu einem guten machen müssen.

Aber was passiert, wenn das Foto eigentlich schon genau so aussieht, wie wir es uns vorgestellt haben – und nur noch ein paar Kleinigkeiten fehlen?

Genau hier wird Evoto.ai für uns interessant.

Weniger ist manchmal deutlich mehr

Statt jeden verfügbaren Regler aufzudrehen, kann man KI-Retusche sehr gezielt einsetzen. Eine kleine Hautunreinheit entfernen. Glanzstellen etwas reduzieren. Einzelne störende Haare korrigieren. Kleine Ablenkungen beseitigen, die mit der eigentlichen Bildidee überhaupt nichts zu tun haben.

Das Ergebnis soll dabei nicht danach aussehen, als hätte eine KI das Bild neu erschaffen. Im besten Fall sieht man überhaupt nicht, dass etwas gemacht wurde.

Das Foto bleibt das Foto. Die Person bleibt die Person.

Und genau darin sehen wir inzwischen eine der größten Stärken solcher Tools.

Der eigentliche Vorteil von KI: Zeit

Viele dieser kleinen Korrekturen konnten wir natürlich schon vorher durchführen. Photoshop, Lightroom und klassische Retusche verschwinden schließlich nicht plötzlich, nur weil es KI gibt.

Der entscheidende Unterschied ist die Geschwindigkeit.

Was bei einem einzelnen Bild vielleicht nur ein paar Minuten spart, kann bei einer kompletten Portraitserie plötzlich einen gewaltigen Unterschied machen. Werden dieselben kleinen Korrekturen bei 20, 50 oder 100 Bildern benötigt, summieren sich wenige Minuten sehr schnell zu mehreren Stunden Arbeit.

Und genau hier sollte man KI-Retusche unserer Meinung nach betrachten: nicht als Ersatz für Fotografie, sondern als Werkzeug, das uns monotone Arbeit abnehmen kann.

Unser Fazit: KI bewusst statt maximal einsetzen

Nach den Reaktionen auf unsere erste Vorstellung wollten wir deshalb vor allem eines noch einmal klarstellen: Evoto.ai muss nicht extrem eingesetzt werden.

Die Software kann Menschen massiv verändern. Sie kann aber genauso gut nur die letzten fünf Prozent übernehmen, die ein bereits gutes Foto noch benötigt.

Für uns ist genau das der deutlich spannendere Ansatz.

KI-Retusche muss nicht immer das ganze Foto verändern, die Person auf dem Foto entfremden oder gar die Fotografie ersetzen. Wenn wir sie gezielt, verantwortungsbewusst und nur dort einsetzen, wo sie wirklich benötigt wird, kann sie vor allem eines: Stunden an Arbeit sparen.

Und die gewonnene Zeit verbringen wir am Ende lieber dort, wo die Bilder überhaupt erst entstehen: hinter der Kamera.

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