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RAW vs JPEG: Der wahre Effekt von Fuji DR100 / DR200 / DR400!

Bei fast allen Kameramarken stößt man irgendwann im Menü auf ‚Dynamik-Optimierungen‘ – und sie werden meist nur als OOC-Funktion genutzt und gefeiert. Was die DR-Funktion bei Fujifilm allerdings so besonders macht und warum sie nicht nur das JPEG beeinflusst, erfahrt ihr in diesem Video!

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Viele Kameras bieten verschiedene Funktionen zur Optimierung des Dynamikumfangs – und oft ist es nicht ganz einfach, die Unterschiede und Funktionsweisen dieser Technologien zu verstehen. Sony nennt seine Funktion „Dynamic Range Optimizer“ (DRO), Nikon verwendet „Active D-Lighting“, Canon bietet „Auto Lighting Optimizer“ an, und Fujifilm hat „Dynamic Range“ (DR). Obwohl die Namen variieren, verfolgen diese Funktionen ähnliche Ziele: Sie sollen den Dynamikumfang erweitern und so Details in Schatten und Lichtern besser zur Geltung bringen.

Die DR-Einstellungen dienen als Belichtungsschutz und erweitern den Dynamikumfang, sodass Details in hellen Bereichen nicht sofort verloren gehen. Die Funktionsweise lässt sich so erklären:

  • JPEGs sehen direkt aus der Kamera „normal“ belichtet aus. Die Lichter sind geschützt und das Bild wirkt ausgewogen.

  • RAWs werden intern dunkler belichtet aufgenommen, damit die hellen Stellen nicht ausfressen.

  • In der Nachbearbeitung ist es einfacher, die Schatten hochzuheben, während die Lichter bereits gesichert sind. Lichter zu retten ist deutlich schwieriger, wenn die Daten bereits überstrahlt sind.

Die DR-Funktion verschiebt also den Dynamikumfang so, dass die JPEGs sofort gut aussehen und die RAW-Dateien gleichzeitig mehr Spielraum für die Nachbearbeitung bieten.

Und jetzt zur Frage: Warum nutzen wir, diejenigen die die ganzue Zeit etwas von OOC Fotografie predigen, gerade diese Funktion, die mehr vorteile beim RAW fotografieren hat?

Ganz ehrlich: Wir predigen es, und wir leben es meistens auch. Wir lieben den Look direkt aus der Kamera, der minimalistische Workflow, das schnelle Teilen von Bildern – all das. Aber ja, manchmal fotografieren wir sowohl in JPEG als auch in RAW. Und ja, manchmal greifen wir dann doch noch ein bisschen in der Nachbearbeitung ein.

Ein Beispiel: Wir wollen den Kunden direkt am Set schon einen Eindruck geben, wie die Bilder aussehen. Aber wir wissen auch, dass wir die Highlights später noch retten müssen. Hier kommt die DR-Funktion von Fuji ins Spiel.

Fazit: Mit den Fujifilm DR-Einstellungen lassen sich starke OOC-JPEGs erzeugen und gleichzeitig RAW-Dateien mit erweitertem Dynamikumfang sichern. Dadurch bleibt genügend Flexibilität, um in der Postproduktion die letzten Details herauszuarbeiten.

2 Kommentare

Dein Kommentar
  1. Hallo Martin,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Ein DR Optimierung die sich ausschließlich auf die JPEGs auswirkt ist für mich o.k. Was ich nicht möchte, ist, dass sich diese „Optimierung“ auf die RAW-Daten auswirkt. Laut der Beschreibung von Panasonic ist das leider bei der Lumix G9 II der Fall, sie Abschnitt Dynamic Range Optimization „Bei Fotos ermöglicht dies eine sattere Wiedergabe von Schattentönen in den RAW-Daten. “
    Quelle: https://www.panasonic.com/de/consumer/foto-video/tipps-aktionen/lumix-g-dslm/g9ii-besondere-funktionen/bildaufnahmen.html
    Das war übrigens einer der Gründe warum ich die G9 II *nicht* gekauft habe.
    Viele Grüße,
    fodoh

  2. Die ganze „ISO-Veräppelung“ ist ja nix anneres als die Verstärkung eines elektrischen Signals, das vom Sensor kommt. Und die kann man linear machen, oder mit jeder beliebiger mathematischen Funktion verändern oder anpassen. Das kann dann auch so aussehen wie in Lightroom die Gardationskurve.
    Bernd

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