DJI Osmo Pocket 4P im Test – Eine immer-dabei-Videokamera?
Die DJI Osmo Pocket 4 war bereits eine beeindruckende Kamera. Umso überraschender war es, dass DJI kurze Zeit später direkt nachlegt – diesmal mit der DJI Osmo Pocket 4P. Doch stellt sich natürlich die Frage: Handelt es sich nur um ein kleines Update oder steckt tatsächlich mehr dahinter? Wir haben die Kamera für euch ausführlich getestet!
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Für diesen Test wollten wir etwas Abwechslung in unser Video bringen. Statt wie gewohnt im Studio zu sitzen und die Kamera einfach auf dem Tisch zu präsentieren, haben wir uns früh morgens auf unsere Fahrräder geschwungen und sind quer durch Köln gefahren. So konnten wir die Pocket 4P genau dort ausprobieren, wo sie am häufigsten eingesetzt wird: unterwegs, in Bewegung und unter realen Bedingungen.
Das Tracking ist beeindruckend
Das Erste, was uns sofort aufgefallen ist, war das Tracking. Es funktioniert wirklich erstaunlich gut. Einmal auf das gewünschte Motiv doppeltippen und schon erscheint ein kleines grünes Kästchen – ab diesem Moment verfolgt die Kamera das Motiv zuverlässig und hält es selbst bei schnellen Bewegungen im Bild.
In Kombination mit dem mechanischen 3-Achsen-Gimbal entstehen Aufnahmen, die fast schon unrealistisch ruhig wirken. Selbst während der Fahrt mit dem Fahrrad oder beim Gehen bleiben die Bewegungen angenehm weich und professionell. Ehrlich gesagt reichen Worte kaum aus, um den Eindruck richtig zu vermitteln. Schaut euch unbedingt unser Video an – dort seht ihr am besten, wie gut das Zusammenspiel aus Tracking und Stabilisierung tatsächlich funktioniert.
Teleobjektiv statt nur digitalem Zoom
Ein weiterer großer Unterschied zur DJI Osmo Pocket 4 ohne “P” ist der Zoom beziehungsweise das neue Kamerasystem. Statt ausschließlich auf einen digitalen Zoom zu setzen, verfügt die Pocket 4P über zwei unterschiedliche Brennweiten: eine Weitwinkelkamera mit großem 1-Zoll Sensor für klassische Aufnahmen und eine zusätzliche Telekamera für weiter entfernte Motive.
Gerade beim Filmen fällt dieser Unterschied deutlich auf. Während ein digitaler Zoom lediglich einen Bildausschnitt vergrößert und dadurch Qualität verliert, liefert die Telekamera ein deutlich natürlicheres Bild mit mehr Details. Gleichzeitig entstehen durch die längere Brennweite schönere Hintergrundunschärfen und eine angenehmere Bildwirkung, insbesondere bei Portraits oder Detailaufnahmen.
Dadurch wird die Pocket 4P deutlich vielseitiger. Egal ob Landschaft, Vlogging oder Aufnahmen von weiter entfernten Motiven – der Wechsel zwischen beiden Kameras eröffnet kreative Möglichkeiten, die beim Vorgängermodell nicht vorhanden waren.
Bildqualität
Auch bei der Bildqualität hat DJI noch einmal nachgelegt. Die Farben wirken bereits direkt aus der Kamera sehr natürlich, der Dynamikumfang bietet genügend Reserven für helle Himmel und dunklere Schattenbereiche und selbst schwierige Lichtsituationen meistert die Kamera überraschend gut.
Besonders angenehm ist dabei, dass die Aufnahmen bereits ohne großen Bearbeitungsaufwand hochwertig aussehen. Wer dennoch gerne colorgraded, kann auf entsprechende Log-Profile zurückgreifen und erhält dadurch deutlich mehr Spielraum in der Nachbearbeitung.
Unser Fazit
Mit der DJI Osmo Pocket 4P bringt DJI nicht einfach nur ein kleines Zwischenmodell auf den Markt. Das verbesserte Tracking, die zusätzliche Telekamera und die insgesamt noch vielseitigere Ausstattung machen die Kamera zu einem spürbaren Upgrade gegenüber der Pocket 4.
Ob sich das Upgrade von der Pocket 4 lohnt? Das hängt sehr vom Einsatzgebiet ab. Wer noch eine Pocket 3 Zuhause hat, sollte unserer Meinung nach eher zur Pocket 4P greifen als noch die Pocket 4 zu kaufen. Und wer gar keine hat aber anfangen will ein wenig zu filmen: ganz klare Empfehlung!
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