
Eine neue Sigma fp2? Das wäre eine echte Überraschung!
Sigma ist bekannt dafür, Kameras zu bauen, die manchmal etwas anders sind. Während andere Hersteller möglichst viele Funktionen in immer größere Gehäuse packen, geht Sigma gerne seinen eigenen Weg. Die ursprüngliche Sigma fp war dafür das perfekte Beispiel: extrem kompakt, minimalistisch und trotzdem eine vollwertige Vollformatkamera.
Jetzt könnte mit der Sigma fp2 eine spannende Weiterentwicklung vor der Tür stehen. Und die bislang kursierenden technischen Informationen haben es durchaus in sich. Denn hier scheint es nicht einfach nur um eine modernisierte Version der alten fp zu gehen. Vielmehr könnte Sigma die kleine Kamera mit einer Sensorarchitektur ausstatten, die wir bereits von anderen aktuellen Vollformatkameras kennen.
Besonders interessant ist dabei, dass die Kamera ihre kompakte Bauform offenbar weitgehend beibehält, technisch aber einen gewaltigen Sprung machen könnte.
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Half Stacked: Der Sensor ist die eigentliche Sensation!
Im Mittelpunkt steht ein 24,5-Megapixel-Vollformatsensor mit Partially-Stacked-Technologie. Anders als bei einem klassischen BSI-Sensor ermöglicht diese Bauweise eine deutlich schnellere Sensorauslesung, ohne direkt die aufwendige Architektur eines vollständig gestapelten Sensors vorauszusetzen.
Genau hier wird es spannend. Denn mit der Nikon Z6 III und der Panasonic Lumix S1 II gibt es bereits zwei Kameras, die auf eine solche Sensortechnologie setzen. Im Zusammenhang mit diesen Modellen fällt immer wieder die Bezeichnung Sony IMX820.
Sony Semiconductor Solutions entwickelt und produziert Sensoren schließlich nicht nur für die eigenen Kameras, sondern beliefert auch andere Hersteller. Die Nikon und die Lumix gelten als mögliche beziehungsweise wahrscheinliche Verwandte auf Sensorebene.
Und dann ist da noch die Sony Alpha 7 V: Sie verwendet ebenfalls einen teilweise gestapelten Sensor, allerdings mit 33 Megapixeln. Das wirft eine interessante Frage auf: Wie eng sind diese Sensorentwicklungen technisch miteinander verwandt?
Ob Sigma tatsächlich auf genau denselben IMX820 zurückgreift, ist nicht bestätigt. Aber die technischen Parallelen machen diese Überlegung durchaus interessant.




6K, ProRes RAW und endlich ein moderner Autofokus?
Das uns vorliegende Datenblatt zur möglichen Sigma fp2 enthält einige bemerkenswerte Eckdaten. Genannt werden unter anderem 6K-Video mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, internes ProRes RAW mit bis zu 6K 30p sowie 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde im Crop-Modus.
Auch fotografisch könnte sich einiges tun. Ein Hybrid-Autofokus mit Phasendetektion und Motiverkennung wäre gegenüber der ursprünglichen Sigma fp ein gewaltiger Fortschritt. Dazu kommen laut Datenblatt 20 Serienbilder pro Sekunde und ein deutlich größerer Pufferspeicher.
Praktisch wären außerdem ein klappbares Display, rund 70 GB interner Speicher, zwei USB-C-Anschlüsse und ein neuer Akku mit längerer Laufzeit.
Das alles klingt nach einer Kamera, die deutlich erwachsener geworden ist. Allerdings bleibt Sigma offenbar auch seinen Eigenheiten treu: Ein mechanischer Verschluss ist ebenso wenig vorgesehen wie ein integrierter Bildstabilisator. Für die Videostabilisierung wird lediglich ein elektronisches System genannt.
Und genau diese Mischung macht die Kamera interessant. Viel Leistung auf kleinstem Raum, aber eben nicht unbedingt eine Kamera für jeden Einsatzzweck.
Sigma fp2, BF2 und die große Sensorfrage – unser Video!
Spannend ist außerdem die Frage, wie Sigma seine unterschiedlichen Kamerakonzepte künftig weiterentwickeln wird. Mit der Sigma BF, deren Name für „Beautiful Foolishness“ steht, hat das Unternehmen schließlich eine völlig andere Interpretation der digitalen Fotografie vorgestellt.
Eine hypothetische BF2 mit moderner Half-Stacked-Technologie wäre deshalb ein interessantes Gedankenspiel. Welche Funktionen würden zu diesem radikal minimalistischen Konzept passen? Und welche würde Sigma bewusst weglassen?
Genau um diese Fragen geht es in unserem neuen Video auf dem Krolop & Gerst YouTube-Kanal.
Wir schauen uns die technischen Informationen zur Sigma fp2 genauer an, vergleichen die wichtigsten Neuerungen mit der ursprünglichen fp und beschäftigen uns mit der möglichen Verbindung zwischen Sony, Nikon, Panasonic und Sigma.
Vor allem versuchen wir einzuordnen, was an den Informationen plausibel erscheint, welche technischen Vorteile ein Half-Stacked-Sensor tatsächlich mitbringt und wo wir uns noch im Bereich der Spekulation bewegen.


Alle Details, unsere Einschätzungen und die ganze Sensor-Diskussion gibt es im Video. Schaut unbedingt rein!
