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NIKON CLS LUDOLPH TEIL 2: TTL BL – DER AUFHELLBLITZ DES NIKON CLS

patrick ludolph

Patrick Ludolph

Moin Leute, heute geht es mit den Basics des Nikon CLS los und wir legen unser Licht komplett in die Hände der Automatik. Mir geht es darum Euch zu zeigen, dass man mit genau dieser Automatik ansehnliche Ergebnisse erzielen kann, wenn man verstanden hat was sie genau tut. Immer wenn Ihr Euch in einer unkontrollierten Umgebung befindet, werdet Ihr die Automatik zu schätzen wissen.

Die Aufsteckblitze von Nikon haben ja einen ganzen Haufen verschiedener Modi. Unter anderem findet Ihr auch neben TTL auch noch den Modus TTL BL. TTL ist der “normale” iTTL-Modus, BL steht hingegen für Balanced Fill und bezeichnet den iTTL-Modus, der versucht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umgebungs- und Blitzlicht herzustellen.

Falls Ihr nun versucht an Eurem Blitz den TTL BL Modus einzustellen und es funktioniert ums Verrecken nicht, dann schaut doch mal nach welche Messmethode Ihr eingestellt habt. TTL BL funktioniert nämlich nur in Zusammenspiel mit der Mehrfeld-/Matrixmessung oder der mittenbetonten Messung. Ist ja auch logisch, denn wenn das Umgebungslicht mit in die Belichtung einfliessen soll, benötigt die Kamera schon einen etwas grösseren Bildausschnitt für die Messung.

Beim SB-700* ist keine Auswahl zwischen TTL und TTL BL am Gerät möglich. Hier wird automatisch TTL BL ausgewählt, wenn die Matrixmessung oder mittenbetonte Messung an der Kamera eingestellt ist. Bei Spotmessung springt der SB-700* dann auf TTL.

TTL BL

SB-900* links und SB-700* rechts

TTL BL ist übrigens nur verfügbar, wenn der Blitz auf der Kamera sitzt, nicht beim entfesselten Blitzen.

Um Euch den Unterschied zwischen TTL und TTL BL zu demonstrieren habe ich mal drei ganz einfache Beispielfotos gemacht. Ganz bewusst habe ich ein 08/15-Portrait meines Neffen gewählt, da genau diese Fotos die Alltagssituation darstellen. Mal eben schnell ein Foto schiessen und dabei das richtige Setup zu haben, ist viel wert.

Die Ausgangssituation: Kamera auf Zeitautomatik … oder Blendenpriorität … oder einfach A 😉 ISO 200, Blende 2,5, mittenbetonte Messung. Sonst keine Korrekturen.

Bild 1 zum Vergleich ohne Blitz.

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Bild 2: Blitz auf Kamera mit TTL. Keine Korrekturen.

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Bild 3: Blitz auf Kamera mit TTL BL. Sonst keine Veränderungen gegenüber Bild 2

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Man sieht, dass Bild 3 deutlich ausgewogener ist. Der Hintergrund ist etwas heller, was man gut an dem Dach in der linken Bildhälfte sieht. Das Gesicht ist nicht so heftig überblitzt und glänzt daher auch nicht krass wie bei Bild 2.

Ihr seht, man kann mit ganz einfachen Einstellungen durch die Verwendung von TTL BL sehr schnell zu ausgewogenen Ergebnissen kommen. Wichtig bei diesem Beispiel ist, dass das Motiv in der Bildbitte war. Platziert Ihr das Model am Bildrand, kann es zu ganz anderen Ergebnissen kommen, was daran liegt, dass die Messblitze evtl. am Model vorbei schiessen. Genau dafür ist der FV Blitzmesswertspeicher da, den ich Euch im nächsten Beitrag erklären werde.

Ein letzter Hinweis: Sollte die Leistung des Blitzes nicht ausreichen, z.B. gegen die Sonne, dann solltet Ihr wieder auf TTL wechseln, da hier das Vordergrundmotiv deutlich hervorgehoben wird und somit ein Teil des Leistungsmangels kompensiert werden kann.

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