in

TECHNIK: DAS “WIRKLICH” EXTERNE BACKUP // Teil 2

Viele von euch haben ja nach dem Artikel zum externen Backup nach unserer Dateistruktur gefragt. Das soll es heute dann auch wirklich geben, da wollen wir nichts verschweigen.

Vorab aber noch ein kurzes Wort zum Beitrag von vorgestern. Natürlich gibt es im Bereich BACKUP viele Lösungen und keine ist perfekt und die meisten haben Makel. Unsere Lösung hat den Haken darin, dass man nicht unbegrenzt oft die Festplatten bzgl. des Steckers verbinden kann, dass Daten geklaut werden können, dass man nie weiß, ob wirklich die ganz enorme Datenmenge auch kopiert wurde und dass so ein Koffer auch mal fallen kann. Ich würde bloß sagen, in Anbetracht der Kosten von wirklichen 70 € pro TB ist die Lösung nicht zu schlagen und die Risikon von oben sind beim Vorhandensein von 2!!! Koffern noch erträglich. Für uns jedenfalls. Cooler wäre es natürlich, wenn wie von Zauberhand alles direkt 100km weit weg gebeamt werden würde, jedes Bit und Byte….

So, jetzt zum Thema Datenstruktur. Ich denke, auch hier haben wir wieder das Problem. Man muss ein System für sich selbst entwickeln, womit man aus der natürlichen Logik des eigenen Kopfes heraus klar kommt. Das bedeutet, dass Wichtigste ist, dass man es selbst als logisch und verständlich ansieht. Es muss garnicht objektiv perfekt sein, sondern subjektiv muss es perfekt sein. Denn so gut die Struktur auch ist, man muss die Daten trotzdem per Kopf verknüpfen können. Was bringt eine Sortierung nach Datum, wenn ich keinen Kopf für Daten haben.

Jemand mit einem Personengedächtnis muss demnach die Struktur auf Personenbasis anlegen.

WICHTIG AN DIESER STELLE: Die Struktur wird von einem selbst bestimmt!!!

Kommen wir mit diesem Hintergrundwissen also direkt zu unserer Dateistruktur.

JAHR

—-VORGANG

——–(SHOOT 1 – DATUM)

————RAW

————AUSWAHL_RAW

————DATENSÄTZE

————AUSGANG

————BILDBEARBEITUNG

Wir speichern in dieser Art und Weise. Ich habe ein sehr personenabhängiges Gedächtnis und kann mich zu 99% an die Personen erinnern.

Das sind die Inhalte bzgl. der Logik.

JAHR – Natürlich das Jahr wie z.B. 2010

VORGANG – Das ist der Grund des Shootings, Auftraggeber sonst was.

SHOOT 1 – Wenn es mehrere Shootings an mehreren Tagen gibt, dann wird jedes Shoot nochmals unterteilt.

RAW – Darin werden die Rohdaten gespeichert. Wieviele und was wir speichern hängt vom Auftraggeber oder der Art des Projektes ab. Wenn wir freie Tests machen, dann speichern wir ca. die doppelte oder dreifache Menge an Rohdaten wie fertige Fotos. Teilweise 20, teilweise 10, teilweise 50. Der Rest wird hemmungslos komplett und unwiderruflich gelöscht.

AUSWAHL_RAW – Die wichtigsten RAWs.

DATENSÄTZE – Mit der wichtigste Ordner. Hier werden alle Unterlagen, Schriftverkehr als PDF, Scans, Planungen, Verträge, Vereinbarungen gesichert.

AUSGANG – Alles was fertig ist.

BILDBEARBEITUNG – PSDs und alles was zur Bildbearbeitung gespeichert wird kommt dann da rein!

Wir versuchen schon auf der Festplatte so viele Ordner wie möglich anzulegen. Eine pure Datenbanklösung kommt für uns leider nicht in Frage, da wir von mehreren Rechnern und auch portabel auf die Daten zugreifen müssen und teilweise Projekte ganz außer Haus bearbeiten lassen. Wenn dann also das Projekt fertig ist, dann kommt die Festplatte mit dem Ordner geschlossen und fertig zurück, wird kopiert und fertig.

Ein externer Laptop muss aber zu jeder Zeit fähig sein, eine Datei zu finden und zu öffnen.

Das positive an dieser Lösung ist zusätzlich auch die Trennbarkeit der Daten. Man kann die Jahre auf verschiedene Festplatten verteilen und kommt damit nicht durcheinander.

ZUSATZ: Private Fotos sind nicht auf den Festplatten, die haben damit garnix zu tun. Meine privaten Fotos werfe ich allesamt in einen Ordner und nutze in Lightroom Schlagwörter. Die Dateien sind dabei nach dem Aufnahmedatum benannt.

Meinung dazu?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

TECHNIK: DAS “WIRKLICH” EXTERNE BACKUP // Teil 1

NIKON CLS JORNS TEIL 15: NIX GUT LICHTFORMER