in

LICHTSETZUNG: THE REFLECTOR DIFFERENCE

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Heute gibt es einen Post über das Arbeiten mit dem Reflektor im Studio. Oftmals ist der Reflektor ja total unterschätzt. Gerade im Studio ist er aber an Kosten/Leistung, Handhabbarkeit und Einsatzmöglichkeiten absolut nicht zu übertreffen. Selbst ein teurer Reflektor ist günstiger als ein einfacher Blitzkopf samt Lichtformer. Und mit dem richtigen Reflektor (*HERSTELLER-LINK) ist die Positionierung ein Kinderspiel. Gerade im Studio ist dieser Fakt unglaublich wichtig, denn der Reflektor kann nur dann mit dem Blitzkopf überhaupt konkurrieren, wenn dieser genauso statisch und auf das kleinste Detail eingerichtet und genutzt werden kann.

Dafür haben wir ein Beispiel herausgesucht. Ein Foto von Laura mit einem klassischen Vertikalsetup. Eine Zange, oben Dish und unten Reflektor.

Und hier kommen direkt die Fotos für den Vergleich. In S/W gehalten, damit auch wirklich nur das Licht in eure Augen fällt und die Betrachtung anhand der Lichtcharakteristik erfolgen kann. Beide Shots wurden gleich aus dem RAW entwickelt, gleich fotografiert, gleiche Einstellungen, gleich alles… nur eben einmal mit Reflektor und einmal ohne.

TECHNICAL HOW TO Tutorial PhotoTECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Und wenn wir uns die beiden Fotos angucken, dann sehen wir schon einige Aspekte der Arbeit mir Reflektoren.

  • AM WICHTIGSTEN IST DIE ERKENNTNIS: Mehr Licht bedeutet nicht besseres Foto. Ganz im Gegenteil. In diesem Beispiel finde ich das Foto ohne Reflektor weitaus reizvoller.
  • Der Unterschied durch den Reflektor ist enorm. Und das, obwohl wir nur die schwächste, weiße Seite des Reflektors genutzt haben.
  • Der Schatten (unterhalb des Kinns) ist deutlich sichtbar. Auch auf dem aufgehellten Foto. Ein großer Unterschied ist vor allem in den Augenhöhlen zu sehen. Eine Aufhellung ohne die Dominanz der Hauptlichtquelle zu zerstören.
  • EDIT: Falls ihr jemals in die Verlegenheit kommt, zu viel Licht zu reflektieren, dann könnt ihr natürlich auch über den Winkel die Helligkeit steuern. Einfach den Reflektor etwas vom Modell weg richten. Dann kommt es aber wirklich auf Millimeter an!!! (DANKE AN FRED!!!)

TECHNICAL HOW TO Tutorial PhotoTECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Wenn man einen Reflektor nutzt, dann kann man dessen Intensität über das Material, die Distanz und die Größe des Reflektors kontrollieren. Die Logik ist einfach.

  • Je näher der Reflektor an das Motiv kommt, umso stärker wird die Aufhellung
  • Je “spiegel”-ähnlicher die Oberfläche des Reflektors wird, umso stärker wird die Aufhellung.
  • Je größer der Reflektor ist, umso mehr Licht kann reflektiert werden (VORSICHT, dafür braucht man genug Streulicht!!!)

Der finale Schluss ist daher: Fangt an mit Reflektoren zu arbeiten. Wie man oben deutlich gesehen hat, macht es einen gigantischen Unterschied, allein etwas Weißes unter das Modell zu halten. Mit Reflektoren im Studio zu arbeiten ist einfach. Er ist schnell eingesetzt und er braucht auch nicht wirklich eingemessen zu werden. Hinhalten reicht ja schon, Strom braucht er auch nicht… 🙂

Behaltet bloß im Hinterkopf. Ein Reflektor kann niemals heller als die aktive Lichtquelle sein. Maximal bekommt ihr ein Gleichgewicht. Oft geht es aber auch bloß um ein Detail und eine “Kleinigkeit” an Licht. Und genau das ist für den Reflektor ein Leichtes.

Wenn ihr den Reflektor im Studio einsetzen wollt, dann achtet bei der Wahl des Reflektor auf eine einfache Handhabung. Es geht darum, dass der Reflektor schnell und einfach in eine bestimmte Position gebracht werden und auch dort verharren muss. Im Studio muss die Aufhellung oftmals so gesteuert sein, dass es nicht genügt, den Reflektor nur “hinzuhalten”. Man braucht mehr! Absolut fixierte Positionen.

So, damit wären wir auch schon am Ende dieses Postes.

Am Ende vielleicht noch ein kleines Detail. Guckt euch nochmals das erste Foto von oben an.

TECHNICAL HOW TO Tutorial Photo

Man sieht auf dem Foto, dass der Reflektor vom Modell weg gerichtet ist. Das ist völlig richtig. Der Winkel des Reflektors wird bestimmt über den Winkel des Einfallenden Lichts. Das ist eine Besonderheit die vielen Fotografen große Schwierigkeiten bereit. Man muss sich an die Eigenheiten gewöhnen und auch wenn diese logisch sind, so erscheinen diese oftmals unlogisch. Das gibt sich aber mit einiger Übung und den ersten Fotos…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

LICHTSETZUNG: FASHION AT NIGHT – HIGHLIGHTS

Nicht sicher für die Arbeit
Klicke zum Anzeigen dieses Beitrags

NIKON CLS JORNS TEIL 13: SETUP EXTREMEEEEEE… 01