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LICHTSETZUNG: CTO-GEL – BLITZ und KUNSTLICHT

Wir waren da vor längerer Zeit im Saarland. In St. Ingbert beim Kamerawerk.de um genau zu sein. 2 Tage Foto machen  zum Thema Aufsteckblitze, Flash2Softbox und Alles rund um Peoplefotografie. Julian Haas hat dort das Sagen und er baut die coolsten Lichtquellen für Fotos die es nur geben kann. Und genau darum geht es heute. Um die Arbeit mit einerm selbstgebauten Ringlicht.

Kamerawerk Fashion

So sieht das Ringlicht aus. Es ist ein Ring aus zig 60W Glühbirnen. Ziemlich cooles Teil wobei es in diesem heutigen Beitrag garnicht darum gehen soll. Also nicht um das Ringlicht an sich sondern um eine Möglichkeit der Arbeitsweise mit dem sehr warm gefärbten Kunstlicht aus den Glühbirnen.

Das Ringlicht stellt eine so interessante Lichtquelle dar, weil so viele einzelne Lichtquellen mit z.B. Blitzen viel zu teuer wären. Aber die Leuchten haben eben auch das Problem, dass sie sehr schlecht mit anderen Lichtquellen kombinierbar sind. Was also tun, wenn es darum geht zusätzlich zum Ringlicht eine weitere Lichtquelle hinzufügen. Z.B. in unserem Falle einen Blitz. In unsererm Falle ein Metz Blitzgerät.

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Wir wissen nämlich, dass die Glühbirnen bei ungefähr 3200°K brennen, der Blitz hingegen brennt mit ca. 5600°K ab (VORSICHT, die genaue Farbtemperatur bei Aufsteckblitzen hängt mit der eingestellten Leistung sehr stark zusammen). Bei oben eingestellten 1/64 Leistung dürfte die Temperatur eher so bei 6500°K liegen. Wir haben also bei beiden Lichtquelle einen Unterschied von fast kompletten 3300°K. Und was genau da raus kommt, das sehen wir in diesem Lighting-Beitrag.

Doch bevor wir etwas zeigen können, müssen wir erstmal ein paar Fotos machen. Also los, ein paar Fotos müssen gemacht werden.

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Ihr seht, keine große Sache, kein großes Equipment notwendig für die Fotos…

Gemacht wurden die Fotos mit erstaunlich lichtstarken Einstellungen. Guckt euch das Display der Kamera mal an, dann seht ihr, dass sogar eine Blende 8 mit den Ringlichtern möglich war.

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Kommen wir also direkt zu den Fotos. Alle nachfolgenden Fotos sind keine finalen Ergebnisse sondern die Aufnahmen, die wir zum Simulieren des Einrichtens gemacht hatten. Beim ersten Foto sehen wir die Wirkung der Ringleuchte bei einem relativ neutralen Weißabgleich. Der Anschein des Blau im Foto wird einerseits über die blaue Bluse als auch über das leicht kühle grau der Vignettierung erzeugt. Der Weißabgleich wurde mit Graukarte allerdings korrekt eingestellt.

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Der Spot-Effekt im Hintergrund wird nicht über ein Licht sondern über eine Vigenttierung erzeugt. Nehmen wir uns also als Ziel diesen Effekt mithilfe eines Blitzen zu erzeugen/verstärken. Wir wollen Licht hinter das Modell bringen und nutzen dafür den Aufsteckblitz.

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Der Blitz wird genau hinter dem Modell positioniert und strahlt auf den Hintergrund. Weiter oben hatten wir errechnet, dass wir durch den regulären Blitz in eine Farbtemperaturverschiebung von über 3000°K kommen. Um diesen Unterschied zu reduzieren müssen wir einfach den Blitz mithilfe einer Farbkorrekturfolie anpassen.

Dabei ist hier eine sehr sehr wichtige Lehre zu ziehen. Blitze sind einfacher zu verändern und anzupassen als Dauerlichtquellen. Zum einen sind die Glühbirnen viel zu viel, andererseits ist oftmals eine starke Hitzeentwicklung zu erkennen und die Farbfolien könnten “anschmelzen”. Als Fotograf versucht man also immer die einfachste Farbkorrektur zu erzeugen. Und das ist in 90% der Fälle der Blitz.

(EDIT: Für die Physiker unter uns… nicht jede Lichtquelle lässt sich zudem auf jede Farbtemperatur bringen. Dauerlicht zu korrigieren wäre nicht auf jede Farbtemperatur zu bringen.)

In unserem Falle haben wir eine Lee Farbfolie CTO 204 genutzt. Die 204er ändert Blitzlicht in Kunstlicht.

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Schaut was danach dann raus kam. Der Blitz leuchtet nun den Hintergrund zusätzlich aus und erzeugt einen stärkeren Spoteffekt als vorher, ohne gleichzeitig eine Farbverschiebung zu erzeugen.

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Schauen wir uns einfach mal den Vergleichsshot an. Ohne Korrekturfolie. Da sieht das dann plötzlich komplett anders aus.

Und auch hier sehen wir schon wieder einen interessanten und oftmals nützlichen Effekt. Mithilfe einer NICHTVORHANDENEN FARBKORREKTUR können wir auch Effekte erzeugen. Z.B. einen blauen Hintergrund wie hier durch den regulären Blitz. Mithilfe unterschiedlicher Farbtemperaturen können Farbeffekte erzeugt werden.

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Fazit des heutigen Blogposts: Wir können als Fotografen Farbunterschiede korrigieren und auch ausnutzen. Unterschiedliche Lichtquelle entwickeln teilweise sehr sehr unterschiedliche Farben und diese Unterschiede sind nicht immer “böse” und müssen bekämpft werden. Wir können es mit einfachen Korrekturfiltern, können aber genauso gut mit den Farben spielen.

So long… Auf bald…

Martin & Marc

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