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EINSTEIGER: AB INS GEGENLICHT

Alles Nachfolgende läuft unter der Rubrik WENN DANN ABER RICHTIG! 🙂 Immer wieder sehen wir Fotografen, die versuchen eine Situation fast krankhaft zu vermeiden. Und zwar direktes Gegenlicht (z.B. am Abend) in die Kamera. Ich weiß nicht warum, gleichfalls weiß ich, was darüber gesagt wird. Solch Gegenlicht soll die Kontraste vermindern, das Bild wird flau, das darf man nicht tun… sowas geht garnicht… ABER: All das stimmt absolut nicht. Denn direktes Gegenlicht ist mitunter eines der schönsten Sachen überhaupt für uns Fotografen. Man muss bloß genug Mumm in den müden Knochen haben es wenn dann aber richtig zu machen.

Und um zu zeigen wie toll die Bilder werden können, gibt es heute das Beispiel und zwar in extrem. Mit einer 60D* und einem sehr gebrauchten und nicht mehr ganz sauberen 50mm 1:1.8* Objektiv sind wir ins abendliche Feld gezogen und haben einen Gegenlichtshot gemacht.

Die Devise war ja “wenn dann richtig” und genau das haben wir auch so umgesetzt. Direktes Gegenlicht voll in das Objektiv in einer Art und Weise, dass man  als Fotograf kaum noch was vom Motiv erkennen kann.

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Ja, das Bild ist flau, ja es sind keine wirklichen Schwarzwerte zu sehen aber hey… das ist gerade das tolle daran. Und in der Peoplefotografie ist sowas legitim und völlig erlaubt. Nein, es muss sogar sein in vielen Situationen. Peoplefotografie setzt die Grenzen des Erlaubten sehr weit. Das macht es anfangs sehr schwer die richtigen Wege zu finden, denn wirklich ausgeschildert sind diese nicht. Aber genau diese Freiheit ist doch das Tolle daran. Eine Aufnahme muss keine besonderen Regeln befolgen und kann gerade wenn man Gegenteiliges umsetzt besonders toll und faszinierend sein.

TECHNICAL Vergleich Fotos

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Wer mit dieser Situation zu viele Probleme hat. Z.B. mit dem Autofokus, für den gibt es hier noch einen Trick. Und zwar spielt man mit der Hand eine “manuelle Gegenlichtblende”. Man hält die Hand vor das Objektiv zwischen Sonne und Objektiv. Dann sieht man teilweise zwar ein paar Finger beim Fokussieren aber vor dem eigentlichen Auslösen zieht man diese einfach wieder zurück. Die Abschattung des Gegenlichts muss ausschließlich für das Finden des Fokus stattfinden, nicht für die Aufnahme.

Meistens ist es dabei ratsam mit dem mittleren Fokusfeld zu fokussieren und die Finger am Bildrand zu haben und es hilft auch zusätzlich dem Modell zu raten möglichst still zu sein in der Positionierung.

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Hält man die Finger noch länger an den Bildrand, so kann man auch mit “weniger” Gegenlicht fotografieren. Wie z.B. im nachfolgenden Foto! Dort sieht man deutlich weniger Flaring durch das Objektiv.

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Probiert es aus… aktuell gibt es noch genügend Sonnentage und ihr braucht nix, außer der Kamera mitsamt Objektiv. Geht raus und macht ein paar tolle Gegenlichtaufnahmen. Aber Achtung, geht ihr zu früh raus, kann die Sonne noch zu stark sein… dann einfach mal eine Zeit lang warten. Es ist garnicht so leicht zu wissen ab wann die Zeit für solche Gegenlichtaufnahmen gekommen ist und wann es noch zu früh ist.

Viel Spaß wünschen euch…

Martin & Marc

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