in

ANALOGE FOTOGRAFIE MIT DER POLAROID 600 SE A.K.A. MAMIYA UNIVERSAL

Der heutige Beitrag ist fotografische Spielerei 🙂 Oder vielleicht nicht Spielerei aber vielmehr fotografische Leidenschaft. In der Welt der Mega-ISO-Werte, der 50 Megapixel und mehr oder auch der 32GB pro Fotoshootings inklusive 3000 Fotos ist analoge Fotografie eine Möglichkeit des Ausgleichs.

Wir kümmern uns heute um eine besondere Art der Fotografie. Die Fotografie mit einer Packfilm-Kamera. Die Polaroid 600SE ist eine eigentlich von MAMIYA gebaute Polaroid-Kamera. Wir sprechen hier aber nicht von Sofort-Bild-Polaroid sondern von Packfilm. Dazu aber noch später mehr.

Die Polaroid 600SE wird nicht mehr gebaut. Wenn, dann kann man noch letzte Kameras auf eBay bekommen. Günstig ist das aber nicht gerade. Genauso die Filme. Die werden zwar von Fuji weiterhin produziert aber man könnte sich auch am Verbrennen von Geld erfreuen. Käme auf dem Bankkonto fast auf das Gleiche heraus.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Dafür gibt es aber Fotos mit Stil und dem Wissen, dass da nix mit Photoshop gemacht wurde. Dass es ein wirkliches Unikat ist und nur einmal auf dieser Welt vorhanden ist. Mann kann auch ein solches Bild einscannen und hier auf dem Blog posten, trotzdem existiert nur ein wirkliches Original.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das schöne an der Arbeit mit der Polaroid 600SE ist nicht nur ein Aspekt, es ist die Kumulation des ANDERS FOTOGRAFIERENS.

  • Alles ist langsamer
  • Man denkt mehr über das nach, was man fotografieren möchte!
  • Der Moment des Auslösern ist BESONDERS… man hat Angst zugleich und freut sich auf das Auslösen
  • Der Look durch das gigantische Format ist BOMBE
  • Man freut sich sofort über das Bild und zwar zusammen MIT DEM MODELL!
  • Man fühlt sich gleich irgendwie cool und retro… 🙂 Wenn das jetzt ein Vorteil sein sollte!

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Lasst uns also gemeinsam darüber sprechen wie die 600 SE funktioniert und wie man damit fotografiert. Ich möchte einfach mal einige Fotos des Apparats zeigen und erklären was man da gerade sieht.

Nachfolgend das Herzstück der Kamera, dem analogen Sensor auch FILM genannt :-)… Die Filmkasette ist gesichert vor Lichteinfall. Den metallenen Goldstreifen kann man seitlich am grünen Plastik anpacken und heraus ziehen. Dann würde allerdings der Film direkt belichtet werden.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Die Kamera arbeitet mit Packfilm. Das ist ein Negativ und das Positiv zusammen in einer Kassette. Nach der Filmbelichtung zieht man per Hand seitlich am Zettel den Film heraus. Beim Herausziehen wird das Negativ auf das Positiv gebracht, der Entwickler wird aus seinem “Paket” heraus gedrückt und über die Rollen gleichmäßig zwischen Negativ und Positiv verteilt.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Auf dem nachfolgenden Foto sieht man den ganzen Driss. Das Schwarze ist das Negativ und seitlich sieht man die “Beutelchen” des Entwicklers. Das Positiv haben wir ja bereits abgezogen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Nach der Fotografie von ein oder zwei Filmen hat man jedenfalls einen Haufen Müll wobei man die Negative auch nutzen könnte, um weitere Entwicklungen zu erstellen. Wir werfen immer das Negativ weg, behalten nur das fertige Positiv.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

So sieht die Kamera aufgebaut aus. Es handelt sich hierbei um mehrere Einzelteile. Hinten ist die geöffnete Filmhalterung, die Kamera selbst hat eigentlich keine Funktion. Nicht mal die Auslösung erfolgt in der Kamera und der Auslöser befindet sich am seitlichen Griff.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Eines der größten Probleme mit der Kamera ist sicherlich die Fokussierung. In Zeiten von Autofokus läuft man hier noch mit einem Metermaß herum und misst den Abstand vom Film zum Auge. Das sieht immer etwas komisch aus aber so funktioniert es eben.

Dann stellt man die Entfernung am Objektiv ein und kann auch noch an der Scala darunter ablesen wie große die Schärfentiefe ist.

Im Bildbeispiel unten wurde der Fokus auf 3m gesetzt. Bei einer Blende von 45 würde die Schärfe von ca. 1,8m bis 10m gehen. Bei einer Blende von 8 hätten wir gerade mal eine Schärfenebene von 2,6m bis 3,7m.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Einstellungen der Kamera nimmt man bei der Polaroid 600SE auch direkt am Objektiv vor. Dort werden Verschlusszeit und Blende direkt eingestellt und über ein Spannhebel wird der Verschluss auch aufgezogen. Die Kamera ist sogar eine Zentralverschlusskamera. Dabei befindet sich der Verschluss im Objektiv und ermöglicht Blitz-Sync-Zeiten jenseits von 1/250s. Bei dem gigantischen “Sensor” ist das echt anders kaum machbar.

Auch ein Grund dafür, dass der Blitz direkt über das Objektiv gezündet wird. Ein PC-Kontakt für ein Kabel befindet sich ebenfalls am Objektiv vorne.

Auf dem Bild unten ist eine Blende von 22 und eine Belichtungszeit von 1/250s eingestellt.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Die Fotografie mit Packfilm macht richtig Spaß. Es ist mehr als nur eine wirkliche Spielerei wie das Impossible Projekt oder die klassischen Sofort-Bild-Polaroids. Es handelt sich um eine ganz andere Qualität in Optik und Wiedergabe. Die Objektive und der Film kann extrem leicht eingescannt und auf groß ausgedruckt werden.

Gerade der Look durch den extrem großen Film (=Sensor) ist wahnsinnig. Noch bei f11 gibt es auf vielen Fotos Unschärfe. Bei meinen geliebten S/W Filmen hat man direkt ein großartiges Foto in der Hand.

Am Schönsten ist allerdings einfach die Arbeit mit anfassbaren Materialien. Man hat das Bild direkt in der Hand, man kann es fühlen, anpacken und erwartet sehnsüchtig den Moment des Auseinanderziehens :-). Die Modelle lieben es und es ist auch ein die Besonderheit des einzelnen Fotos. Unikat erlebt hier eben ein besonderes Revival. Natürlich bleibt es eine Spielerei und ersetzt nicht die digitale Fotografie. Aber es kann eure Horizonte erweitern und die Sichtweise verändern.

Und wenn es nur mit einer “guten alten Kleinbildkamera” ist.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Falls ihr euch mal gefragt habt, warum ein Belichtungsmesser eine Art Eier-Uhr-Timer eingebaut hat, der bekommt jetzt die Antwort. Die Entwicklungszeit für Packfilme hängt stark mit der Temperatur im Raum zusammen. Man muss also genau timen wann die Entwicklung startet (mit dem Rausziehen) und wann die Entwicklung zu Ende sein soll (mit dem Trennen von Positiv vom Negativ!). Der Belichtungsmesser hat sogar ein eingebautes Thermometer.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Zeit für einige fertigen Fotos. Bearbeitungszeit 0,000000 Sekunden. Brontal schnell würde ich sagen… und schneller geht es kaum. Einerseits mit “abgelaufenen” Polaroid-Original-Filmen in Schwarzweiss und dazu ein Polaroid Farbfilm mit Silk-Effekt.

Die unterschiedlichen Helligkeiten kommen übrigens auch über unterschiedliche Entwicklungszeiten. Je länger man Positiv und Negativ zusammen lässt, umso kontrastreicher wird das Bild entwickelt.

TECHNICAL Vergleich FotosTECHNICAL Vergleich FotosTECHNICAL Vergleich Fotos

TECHNICAL Vergleich Fotos

Habt ihr eigentlich noch ne analoge Kamera im Einsatz? Was sind eure Erfahrungen?

Lieben Gruß, Martin

Meinung dazu?

29 Kommentare

Dein Kommentar
  1. Servus,
    natürlich haben noch viele (zumindest aus meinem Bekanntenkreis) analoges Material zur Verfügung. Wenn man nicht selbst mit Entwickler pantschen will dann braucht man natürlich eine Anlaufstation mit einem guten Minilab bzw. s/w Entwicklung. Je nach verwendetem Material sind die Ergebnissse von liebenswert altmodisch bis zu nicht von digital zu unterscheiden. Halt, der extreme Detailkontrast der digitalen tritt bei analog nicht auf. Kann man als Vorteil oder Nachteil sehen.

  2. Sehe ich genauso, wie du Martin!
    Hatte bis letztes Jahr auch noch eine 600SE mit ner 127mm-Linse. Mit der Kamera hat´s mit Abstand am meisten Spaß gemacht zu fotografieren. Hab sie gern nach Porträtsessions und Brautpaarshootings eingesetzt. Wurde auf Dauer aber ziemlich teuer und so musste sie letztendlich weichen 🙁

  3. Toller Beitrag. Ich selbst habe eine Polaroid 600(nicht SE), eine Polaroid Miniportrait 402 sowie eine Polaroid 320 im Einsatz.
    Mit der 600er, auch in Verbindung mit Studioblitzen, zu fotografieren macht einfach riesigen Spaß.
    Ich kann auch nur bestätigen, dass die Zeit der Entwicklung total Spannend ist. Das werden 30sec/180sec zur gefühlten Ewigkeit. Der Moment wo man dann das Bild vom Negativ abzieht und das Ergebins sofort in den Händen hält… Unbeschreiblich.
    Bleibt zu hoffen, dass Fuji die Filmproduktion nicht so schnell einstellt und wir uns noch lange am Charme der alten Kameras und den analogen Ergebnissen freuen können.

  4. Ich nutze auch noch verschiedene Polaroids, sowohl im Studio, als auch Outdoor.
    Das Feeling des analogen Arbeitens ist einfach noch mal was anderes als die ganze Digitaltechnik, egal wie viel Spaß sie macht.

  5. Ich habe 2 Analoge Kameras.
    Eine Fisheye und eine Konstruktor (Lomography).
    Die Konstruktor ist sogar zum selber bauen.
    Ich mag die Analogen Kameras, dass ist mal ne Abwechslung zur Digitalen Fotografie. Ich finde, dass man bewusster Fotografiert als mit einer Digitalen SLR, weil man das Ergebnis erst später sieht.
    Eine Polaroid steht noch auf meiner Wunschliste.

  6. Ich arbeite auch mit analogen Kameras. Momentan Polaroid Sofortbild, Kleinbild und Rollfilm. Das Fotografieren hat damit noch einen ganz besonderen Charme. Vom Filme wechseln über die Einstellung der Kamera bis zur Wahl eines würdigen Motivs und des richtigen Momentes. Man macht sich ganz anders Gedanken darüber was man fotografieren möchte und wie. Man lässt sich mehr Zeit. Ich finde das sehr angenehm im Vergleich zum teilweise etwas hektischem und auf alle Fälle schnellerem Fotografieren mit Digitalkamera. Als nächsten Schritt habe ich vor auch meine eigenen Abzüge zu ziehen. Aber das ist ja schon wieder ein ganz anderes Thema. Jedenfalls ist es immer wieder spannend, da man eben Geräte wie Belichtungsmesser benötigt und doch immer noch diese Spannung bleibt, ob das Foto denn nun etwas geworden ist, oder nicht..

    Vielen Dank auf alle Fälle für den Beitrag. Von Packfilm habe ich bisher noch nichts gehört aber es sieht nach etwas aus, was mir für die Zukunft sehr gefallen könnte. Danke nochmal dafür. 🙂

  7. Mich hat es mit dem über 150 Jahre alten Kollodium Nassplattenverfahren schwer erwischt.
    Mann könnte fast sagen, dass es der Vorläufer der Polaroids ist, da mann das Bild direkt entwickelt. Meist arbeite ich mit Plattengrößen von 8×10″ oder auch nich größer.
    Tiefenschärfe im mm Bereich und ISO-Wertre von ca. 0,5 lassen einen erfinderisch werden

  8. Hab mehrere analoge Cams, von kleinen Knipsen, über meine innig geliebte Polaroid Land 250 bis zur M6. Aber ehrlich gesagt macht mir die 250 derzeit am meisten Spass…

  9. Nachdem ich vor 2 Jahren oder so Euren ersten Videoeintrag für die Impossible Projekt Filme gesehen hab hatte ich mich nach ner 600SE umgesehen und dann von ERIK BONT übers DSLR Forum eine 600SE gekauft…..inzwischen hab ich die Rückteile für Packfilm und 120er Rollfilm…..das Rückteil für die Impossible Filme kommt auch noch irgendwann wenn ich mal wieder Kohle übrig habe…dann hat man EINE Kamera für alle analogen Filme die es noch gibt und muß nicht auf SX70 oder 636CL zurückgreifen(die noch im Regal stehen). Den 120er konnt ich auch mit ner MAMIYA 645 knipsen…aber ich denke es ist praktischen alles in der selben Kamera zu verwenden weil man sich da dann nicht umstellen muß 🙂 Leider hab ich im Moment nur das Standard 127er Objektiv…das 150er bekommt man leider extrem selten einzeln und das 75er ist fast nicht bezahlbar…aber im großen und ganzen reicht das 127er völlig aus.
    Hier mal mein erstes Bild mit der 600SE
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1762246/display/32267520

  10. Hi Martin,

    schöner Beitrag eines Fotoliebhabers! 🙂 freut mich sehr auch mal so etwas zu lesen…
    ich selbst habe leider keine analoge Kamera mehr im Einsatz…würde es aber gerne…echt schade, dass es ziemlich schwer geworden ist an solche Modelle zu kommen…bzw an die alten doppeläugien Rolleis oder Hasselblads… 🙁 da muss man schon nen Fotografen von damals kennen, der einem sein altes Schätzchen in liebvolle Hände abgeben möchte…

    oder hast du einen Tipp für Liebhaber preisgünstig an solche Kameras zu kommen?

    Gruß,

    Chriss

  11. Hallo,

    schöner Artikel :-).

    Ich habe mir letzte Woche eine Mamyia 645 1000S beim Ebay geschossen und warte schon wie ein kleines Kind, dass der Postbote klingelt :-).

    Gerade den Punkt der Entschleunigung finde ich wichtig. Das man sich vorher mehr mit dem Foto auseinander setzen bevor man es aufnimmt. Wohl wissend, dass jeder “Fehler” auch Geld kostet.

    LG

    Björn

  12. Ich habe die polaroid land 210 und eine passfoto kamera die mit den pakfilmen funktoniert.

    Macht einfach sehr viel spaß wobei die polaroid land eher schwer ist ein bild gut zu belichtung da die blende sehr weit geschlossen ist.

    Generell sehr teuer noch dazu ist der sw film auch schon wieder im preis gestiegen weil dieser auch wieder nicht weiterproduziert werden soll.

    Aber find es einfach klasse man muss sich aufs wichtige reduzieren und überlegen lohnt der schuss oder nicht…und das warten aufs ergebniss fördert die spannung erst recht….

    Ich find polaroid klasse und kann es nur empfehlen mal zu versuchen

  13. finde ich toll, das ihr das thema aufgreift denn während ich der analogen fotografie an sich nicht so wirklich hinterherweine, finde ich die polaroidfotografie nachwievor großartig. warum? weil es für mich das beste der beiden welten miteinander perfekt verbindet. die vorteile des digitalen – ich sehe direkt mein ergebnis. das besondere der analogen fotografie – jedes bild ein unikat und was ich nicht am set bedacht habe, hab ich eben vergeigt denn es gibt kein photoshop. ich finde es toll und meine sx-70 begleitet mich zu jedem shooting. abschließend gibt es immer teamfotos mit der polaroid für alle beteiligten. das sind die bilder die man sich gerne an den kühlschrank pinnt.
    die filme sind zwar immernoch ar***teuer, aber nu, ich liebe es trotzdem. 😀
    packfilm ist sicherlich noch etwas spezieller als “normale” polaroids, aber so oder so ist das analoge feeling gepaart mit dem “wundertüteneffekt” einfach geil. 😀

  14. Wie wäre es dann mal mit Linhof! Solche Kameras werden schon noch gebaut. Frage ist nur: “Wer kann das bezahlen” Anderes man muss auch
    das fotografische Gebiet dafür haben. Die Aufnahmen die man mit den Kameras machen kann in Digi oder Analog sind nicht zu Topen. in Österreich ist auch noch eine Firma die in dieser Art baut. Also so ist das nicht! Darum wird es auch noch lange Filme geben. Da stellt sich natürlich auch die Frage ob nicht in Zukunft die Preise so hoch gehen, weil die Mengen bescheiden sind. Angebot und Nachfrage bilden halt den Preis!
    Nun, da ich immer noch mit alten Objektive an meiner Kamera arbeite und ich kein Autofokus benutze ist das nicht viel anders wie oben beschrieben. Das geht auch bei Digi, man muss nur wollen. Qualität geht nicht durch Menge, sondern durch Beschränkung. Ist bei mir zwar nur Hobby, aber bei vielen die die Fotografie als Beruf ausüben, wäre das nicht schlecht, wenn Sie mal ein Gang runter schalten würden. Täte der Qualität nur gut!

  15. Ja ich nutze eine Canon AE-1 Programm, es macht Spass damit zu Fotografieren.
    Es entschleunigt und regt zum Nachdenken an, nicht einfach auslösen und schauen was falsch war.

  16. Moin moin,

    ich fotografiere neben einer digitalen FF und einer Systemkamera zur Zeit mit einer Lomo LC-A und einer Polaroid 670 AF. Daneben spanne ich immer wieder mal einen analogen Film in einer meiner SLR’s aus den ’70ern. Für mich bedeutet das analoge fotografieren, sich an meine Wurzeln der Fotografie in den ’90ern zu erinnern, und ist für mich eine Art der Entspannung. Das technisch perfekte Bild steht hier nicht im Vordergrund.

  17. Moin Leute!

    Ich fotografier sehr gern noch analog, am liebsten Mittelformat bis 6×9, viel 6×6 und auch gerne Polaroids und 35mm..
    Leider wird ja der tolle schwarzweisse nicht mehr hergestellt, die Preise steigen immer weiter und besser wird er ja auch nicht durchs lange
    Lagern. Dennoch glaube ich, dass es Film noch lange geben wird, Ferrania in Italien startet dank Kickstarterprojekt neu durch, von den Engländern kommen teilweise Neuentwicklungen.. der Trend geht in die richtige Richtung.
    Martin ich stimme dir voll zu: man lässt sich viel mehr Zeit, misst lieber zweimal nach und denkt wesentlich mehr nach, so gehts mir zumindest.
    Und gerade bei Polaroids ist die Freude des Models über das sofort verfügbare und anfassbare Bild unbezahlbar =)
    Wie du mal sinngemäß sagtest zum Thema gedruckte Bilder ist etwas Anfassbares wesentlich wertiger als nur ein Blick auf das Display.
    Ich liebe auch das digitale Fotografieren und mach sogar viel Handyfotografie, aber ich stelle fest, dass ich mit jedem Medium unterschiedlich
    arbeite.. nicht nur themenbezogen, auch vom Stil und Aussehen her… das liegt logischerweise am Material und den Möglichkeiten bzw.
    Einschränkungen der Technik, aber auch daran, dass man pro Bild im analogen Sektor sich womöglich mehr und andere Gedanken macht als zB. beim Digitalen.

    Liebe Grüsse

  18. achja zum Thema Negative.. Ich mach mir auch die Mühe und nutze die Negative, das hat im Vergleich zum Positiv noch nen ganz eignen Look, Körnung und so.. während die Negative echt knackscharf und klar sind, sieht das Negativ aus, als sei es gepusht worden in der Entwicklung..
    hat für mich auch einen gewissen Charme.. =))

  19. Metermaß. Wie süß. Aber kommt bestimmt verdammt cool, wenn man wie bei einer Arri oder so nochmal nachmisst. Alternativ kann man auch den Meßsucher verwenden. 🙂 Und Impossible würde ich ganz und gar nicht als Spielerei abtun.

    “How to focus
    View your subject through the bright circle in
    the viewfinder (18). Position your eye so the
    entire circle is visible. Within the circle your
    subject will appear as two images (19). Turn
    the focusing ring so that these two images
    coincide (20). Now the camera is focused on
    your subject.”

    Quelle: http://webcache.googleusercontent.com/search?client=opera&q=cache:3ldREYM3RmcJ:http://www.polaroid-passion.com/manuel/manual-polaroid-600SE.pdf%2Bpolaroid+600se&oe=utf-8&channel=suggest&gws_rd=ssl&hl=de&&ct=clnk

    Analog sind bei mir produktiv im Einsatz: Rolleiflex SL66, Polaroid Automatic 100, 4×5″ Eigenbau Pola Lochkamera

  20. Hallo,

    was meinst Du mit den Sätzen:

    1. Bei dem gigantischen „Sensor“ ist das echt anders kaum machbar. (Das mit Sensor der Packfilm gemeint ist, ist mir klar, nur der Rest im Kontext nicht)
    2. In Zeiten von Autofokus läuft man hier noch mit einem Metermaß herum und misst den Abstand vom Film zum Auge. Gibt es keinen Meßsucher?

    Vielen Dank und beste Grüße

  21. Jetzt muss ich doch noch mal kommentieren, ist ja schon fast 2 Jahre Pause: Ich hab ne 350er Land Kamera und meine letzten 20-30 Packfilme im Kühlschrank, die ich sehr langsam und bewußt verbrauche; ist jedesmal eine große Show, wenn ich eine Blitzbirne einstecke; ansonsten mache ich noch viel analog mit ca. 10 Großbildkameras und vielen Mittel- bis Kleinbildformaten, oft auch mit lange abgelaufenem Film; macht Spass und ist nicht die übliche Einheitssuppe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nicht sicher für die Arbeit
Klicke zum Anzeigen dieses Beitrags

SUPER-SYNC MIT SONY ALPHA 7 / 7R / 7S / 7II UND JINBEI

Nicht sicher für die Arbeit
Klicke zum Anzeigen dieses Beitrags

BEISPIELSEITEN GLAMOUR & PORTRAIT MIT NUR 100WS